Künstliche Intelligenz im Bereich Organisationsentwicklung

Meine neue Kollegin, die KI und damit meine ich nicht R2D2, C3PO oder Wall-E… Neue Arbeitswelten beinhalten technologische Fortschritte, darunter Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Letztere unterstützt unter anderem bei repetitiven Tätigkeiten, bei der datenbasierten Entscheidungsfindung, bei einer effizienteren Kommunikation oder bei der Zusammenarbeit zwischen remote arbeitenden Teams. Menschen können sich hierdurch wieder vermehrt auf die Themen konzentrieren, die „MI“ benötigen, also menschliche Intelligenz und die somit (noch) nicht von einer KI übernommen werden können. Dazu gehören Beziehungsgestaltung, Führung, Kreativität, Sinnstiftung und der Umgang mit Komplexität und Veränderung.

Blau-02

Künstliche Intelligenz ist dabei kein einzelnes Werkzeug, sondern ein Sammelbegriff für unterschiedliche Formen von Systemen, die Aufgaben übernehmen, Muster erkennen oder Entscheidungen vorbereiten können. Dazu zählen regelbasierte Systeme, maschinelles Lernen, datenanalytische KI sowie zunehmend generative KI. Letztere ist in der aktuellen Arbeitswelt besonders präsent. Generative KI kann Texte, Bilder, Konzepte oder Zusammenfassungen erstellen, Ideen entwickeln, Inhalte strukturieren oder bei der Analyse komplexer Informationen unterstützen.* Sie wird damit zu einer Art Denkpartnerin im Arbeitsalltag.

Wichtig ist dabei die Einordnung. Digitalisierung bedeutet, dass wir Dinge digital verfügbar machen. KI bedeutet, dass Systeme mitdenken und Muster erkennen, für die früher menschliches Einschätzen nötig war. Digitalisierung schafft die Daten und Strukturen, KI nutzt sie, um daraus Bedeutung und Entscheidungen abzuleiten.

KI in der Organisationsentwicklung

Genau an dieser Stelle wird KI für die Organisationsentwicklung besonders interessant. Organisationsentwicklung beschäftigt sich mit Menschen, Strukturen, Prozessen und Kultur. Sie bewegt sich in komplexen Systemen, in denen es selten einfache Antworten gibt. KI kann hier keine Entwicklung übernehmen, aber sie kann Entwicklungsarbeit wirksam unterstützen.

In der Organisationsentwicklung wird KI zum Beispiel eingesetzt, um große Datenmengen auszuwerten, Muster in Befragungen oder Feedbackprozessen sichtbar zu machen, Hypothesen zu generieren oder bei der Strukturierung von Ergebnissen helfen und Szenarien durchspielen. Auch in der internen Kommunikation, im Wissensmanagement oder bei der Entwicklung von Lernformaten eröffnet KI neue Möglichkeiten.

Der Mehrwert liegt dabei nicht in der Automatisierung von Entwicklung, sondern in der Entlastung. KI übernimmt vorbereitende, strukturierende oder repetitive Aufgaben. Dadurch entsteht Raum für das, was Organisationsentwicklung im Kern ausmacht. Dialog, Reflexion, Beteiligung, Entscheidungsfindung und Lernen. KI wird so zu einem Werkzeug, das Entwicklungsprozesse unterstützt, ohne sie zu ersetzen.

*Jetzt aber prompt! 

Das sagte mir letztens eine Teilnehmerin im Workshop und machte damit einen absolut passenden Wortwitz. Sie betitelte so den Output von ChatGPT, der sehr „prompt“ geliefert wurde, noch ohne dem Wissen, dass das, was sie in die Maschine gegeben hat, wirklich Prompt heißt.

Der Mehrwert von Künstlicher Intelligenz steht und fällt mit der Qualität der Eingaben. KI liefert keine objektiven Wahrheiten, sondern reagiert auf das, was ihr mitgegeben wird. Gutes Prompten bedeutet, Aufgaben, Kontexte und Erwartungen klar zu formulieren (ähnlich so, als würde man einen menschlichen Kollegen oder eine Kollegin briefen). Je präziser die Fragestellung, desto hilfreicher und anschlussfähiger sind die Ergebnisse. Gutes Prompten ist damit keine technische Spielerei, sondern eine neue Schlüsselkompetenz.

Human-Tech-Balancing: Der Balanceakt zwischen Mensch und Maschine

Mit dem Einsatz von KI stellt sich unweigerlich die Frage nach dem richtigen Maß. Human Tech Balancing beschreibt den Ansatz, eine gesunde und wirksame Balance zwischen Menschen und Technologie in Arbeits und Lebenskontexten zu schaffen. Es geht darum, Technologien so einzusetzen, dass sie Menschen unterstützen, ohne sie zu überfordern oder zu ersetzen. Der Mensch bleibt dabei stets im Mittelpunkt. Technologie dient als Werkzeug, nicht als Taktgeber.

In der Organisationsentwicklung bedeutet Human-Tech-Balancing, KI bewusst und reflektiert einzusetzen. Chancen liegen in Effizienzgewinnen, besserer Entscheidungsgrundlage, mehr Transparenz und einer stärkeren Fokussierung auf zwischenmenschliche Themen. Führungskräfte und Mitarbeitende gewinnen Zeit für Kommunikation, Führung, Zusammenarbeit und Entwicklung.

Orange-02

Gleichzeitig bringt dieser Balanceakt Herausforderungen mit sich. Fragen nach Verantwortung, Datenschutz, Transparenz, Abhängigkeiten und Kompetenzen müssen geklärt werden. Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll. Human-Tech-Balancing erfordert daher klare Leitlinien, eine reflektierte Haltung und den bewussten Aufbau von KI-Kompetenz in der Organisation.

Richtig gestaltet stärkt KI die Organisationsentwicklung. Sie unterstützt Menschen dabei, komplexe Systeme besser zu verstehen, fundierter zu entscheiden und Entwicklung gezielter zu gestalten. Nicht als Ersatz für menschliches Denken, sondern als Ergänzung, als sogenanntes Helferlein.

Du siehst KI als Chance für deine Organisation?

Dann lernen wir uns kennen, ganz persönlich, ohne Chat Bot & Co. Hören wir einander zu und erfahren etwas über Status Quo und das, was möglich wäre. Sprechen wir über Potenziale, Vorbehalte, Ziele, Zielgruppen und nächste Schritte. Lust auf eine gemeinsame Reise mit Künstlicher Intelligenz im Bereich der Organisationsentwicklung? Ich freue mich auf deine bzw. eure Nachricht!

PS: Kann ich mir das fördern lassen? JA! 🔥

Und zwar doppelt: Ich bin autorisierter INQA-Coach und berechtigt, Organisationen bei Transformations- und Changemaßnahmen zu unterstützen, darunter fallen z.B. Reorganisation von Arbeit, New Work, Agilität oder Maßnahmenschritte zur Digitalisierung/KI (wichtig: keine Tool-Einführung) – also die volle Bandbreite von Organisationsentwicklung. Mein Einsatz wird zu 80% gefördert. Mehr Infos zur INQA-Förderung auf dieser Seite.

Außerdem bin ich akkreditierter Berater von Zukunftsraum Demografie: Hierbei darf ich Kommunen bei Fragen der demografischen Transformation begleiten, u.a. zu Prozessentwicklung, Fachkräftesicherung, Umverteilung von Arbeit zwischen Mensch und Maschine oder Daseinsvorsorge. Mein Einsatz wird zu 100% gefördert. Mehr Infos zum Förderprogramm Zukunftsraum Demografie auf dieser Seite.

→ Zurück zur Startseite.