„Wir sind modern, machen Kletter- und Kochevents mit unseren Mitarbeitenden, bieten Homeoffice an und haben ein stylisches Büro mit Dachterrasse und eigenem Barbier und Yoga-Angebote und duzen tun wir uns auch, ist ja klar.“
So etwas schon einmal gehört? Über die letzten Jahre ist New Work jedoch zu einem Marketing-Begriff verkommen, der mit dem eigentlichen Inhalt nicht mehr viel zu tun hat. Viel Gebimmel, Verwässerung und Glorifizierung. Klingt also mehr nach „New Würg“ statt New Work, oder?
„New Work ist tot“ wurde mir schon mehrfach gesagt und ja, bezugnehmend auf die oben genannten Klischeebilder teile ich das auch. Das, was aber New Work (oder wie man es fortan auch nennen möchte) sein kann, ist heute weniger ein statisches Konzept als vielmehr ein dynamischer Prozess, der kontinuierlich weiterentwickelt werden muss. Nochmal also die Frage: Was ist New Work?
New Work ist die Restrukturierung und Reorganisation von Arbeit, wo (alt-)bewährte und neue Methoden, Praktiken und Prozesse zusammengeführt werden, um Arbeit zielführend, mehrwertstiftend und bedarfsgerecht zu verrichten.
Hiermit lassen sich die wirklich wichtigen Themen unserer Arbeitswelt adressieren und angehen. Aber es braucht viel Entdämonisierung, um den Begriff hiervon freizumachen und die wirklich, wirklich wertvollen und mehrwertstiftenden Fragmente wieder in den Fokus zu rücken.
Und New Work funktioniert dann besonders gut, wenn man die wirklich vorherrschenden Bedarfe der Mitarbeitenden in den Fokus rückt. Dies geschieht am besten im Dialog und mit ehrlicher Partizipation.
Die „klassischen Auslegung“ von New Work
New Work, ursprünglich von dem im Frühjahr 2021 verstorbenen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann in den 1970er-Jahren geprägt, ist ein Konzept, das Arbeit neu denkt. Bergmann entwickelte die Idee als Antwort auf die Automatisierung und die daraus resultierende Entfremdung der Menschen von ihrer Arbeit. Sein Ziel war es, eine Arbeitswelt zu schaffen, in der Menschen das tun, „was sie wirklich, wirklich wollen“. Es ging darum, Arbeit sinnstiftend und selbstbestimmt zu gestalten, indem sie sich auf Kreativität, persönliche Erfüllung und die Verbindung von Leben und Arbeit konzentriert.
Doch die Welt hat sich seit Bergmanns Zeiten stark verändert. Die ursprüngliche Idee von New Work, die stark auf individuelle Selbstverwirklichung und Autonomie fokussiert war, greift heute oft zu kurz. Wie New Work realitäts- und praxisnah interpretiert werden kann, erfährst du auf dieser Seite.
New Work bietet Vorteile für Geschäftsleitungen
Geht man das Thema New Work nachhaltig und mit Überzeugung an, bietet es unterschiedliche Mehrwerte. Diese Vorteile lassen sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.
Die Geschäftsleitung von Unternehmen besitzt beispielsweise das Interesse, die Menschen in der Organisation, also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in gute Arbeit zu bringen. Dies sorgt nicht zuletzt für eine zunehmende Produktivität, eine höhere Mitarbeitendenzufriedenheit und möglicherweise auch einen erhöhten Output.
Resilient durch Wandel: In Zeiten von Fachkräftemangel, Digitalisierung und Marktveränderungen sorgt New Work für Stabilität durch Anpassungsfähigkeit.
Attraktivität als Arbeitgeber stärken: Flexible Strukturen, gelebte Werte und Beteiligungskultur machen dein Unternehmen zum Magnet für neue Talente.
Effizienz durch Klarheit: Selbstorganisierte Teams mit klaren Rollen und Zielen arbeiten fokussierter und eigenverantwortlicher.
Führung neu gedacht: Statt Kontrolle – Vertrauen. Statt Hierarchie – Wirkung. New Work entlastet Führungskräfte und stärkt deren Wirksamkeit.
Wettbewerbsvorteil sichern: Wer frühzeitig handelt, gestaltet aktiv – statt von Veränderungen überrollt zu werden.
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🔥 Ich bin autorisierter INQA-Coach und berechtigt, Organisationen bei Transformations- und Changemaßnahmen zu unterstützen, darunter fallen z.B. Reorganisation von Arbeit, New Work oder Agilität. Mein Einsatz wird zu 80% gefördert. Mehr Infos auf dieser Unterseite zu INQA. INQA ist ein Programm des Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Europäischen Union.
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Mehrwerte für die Mitarbeitenden durch New Work
Auch die Mitarbeitenden von Organisationen können von New Work Maßnahmen profitieren. Zu nennen sind hier die menschlichen Komponenten wie die Betrachung von Lebensphasen, das sich hieran orientierende Angebot von flexiblen Arbeitszeiten oder auch auf die Bedarfe der Menschen ausgerichtete Kommunikation. Außerdem ist das sogenannte Work-Load-Balancing zu nennen, also die Planung des Arbeitsumfangs. Durch Meilenstein- und Zielplanungen unter Berücksichtigung des Tagesgeschäfts kann so ein gesundes Tempo gewährleistet werden. Und auch die Klarheit über die eigene Rolle inkl. Aufgaben, Verantwortlichkeiten und auch Befugnissen, sorgen für reibungsarme Arbeitsprozesse.
Mehr Selbstbestimmung: Arbeitszeit, -ort und -weise orientieren sich stärker an individuellen Lebensrealitäten.
Gesehen werden: Anerkennung, Feedback und Mitgestaltungsmöglichkeiten fördern Motivation und Bindung.
Wertschätzende Zusammenarbeit: Teams arbeiten auf Augenhöhe, vertrauensvoll und offen – das schafft psychologische Sicherheit.
Entwicklung fördern: Weiterbildung, neue Rollen, agile Projekte – Mitarbeitende erleben echte Perspektiven.
Weniger Stress, mehr Fokus: Klare Prozesse und transparente Kommunikation entlasten im Alltag.
Auch die Zielgruppe in Form von Kundinnen und Kunden profitiert
Nicht nur innerhalb der Organisation sind Positiveffekte durch New Work Transformation zu erwarten: Auch außerhalb, also bei der anvisierten Zielgruppe, lassen sich Mehrwerte feststellen. Diese äußern sich nicht zuletzt aufgrund von Nähe zu Kundinnen und Kunden wegen der Einholung von Feedback sowie einer erhöhten Qualität und Nutzen des Outputs, da man näher an den Bedarfen der Zielgruppe ist.
Bessere Produkte und Leistungen: Engere Einbindung von Kundenbedürfnissen in Entwicklung und Service.
Schnellere Reaktionen: Agile Teams sind nah dran und können flexibel auf Anforderungen reagieren.
Echte Partnerschaft: Kommunikation auf Augenhöhe – mit Offenheit, Transparenz und Haltung.
Langfristige Beziehungen: Zufriedene Mitarbeitende sorgen für konstante Betreuung und hohe Qualität.
Innovationen, die Sinn stiften: New Work stärkt die Kundenbindung, weil Lösungen besser passen – statt einfach nur schneller zu sein.
Sprechen wir miteinander und gestalten eine bedarfsgerechte New Work Transformation in deiner Organisation!
Auf dieser Seite findet sich reichlich Text, der dir die Vorteile und den Mehrwert einer New Work Transformation benennt und aufzeigen soll. Kurz gesagt (in der Sprache des Internets „tl;dr“): New Work bringt reichlich Chancen und Potenziale, man muss es allerdings verständlich aufbereiten, praxisnah einsetzen und kommunikativ begleiten. Wenn du das nicht deinen Kolleg*innen und/oder Entscheidungsträger*innen vorstellen möchtest, mache ich das sehr gerne. Zum Thema „New Work“ biete ich einen Impuls-Vortrag an, um Potenziale aufzuzeigen, Best-Practice-Beispiele zu nennen und Neugierde für Neue Arbeit zu schaffen. Lernen wir uns kennen. Hören wir einander zu und erfahren etwas über Status Quo und das, was möglich wäre. Starten wir anschließend eine New Work Transformation: Zunächst in Form einer dreischrittigen Workshop-Reihe, ehe wir bei Bedarf in die nachhaltige Begleitung gehen.
Interesse? Gerne hier klicken.
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